Philosophie

ÔĽŅ
Philosophie

* * *

Phi|lo|so|phie [filozo'fi:], die; -, Philosophien [filozo'fi:…ôn]:
Lehre, Wissenschaft von der Erkenntnis des Sinns des Lebens, der Welt und der Stellung des Menschen in der Welt:
die materialistische, idealistische Philosophie; Philosophie lehren, studieren.
Zus.: Geschichtsphilosophie, Religionsphilosophie, Sprachphilosophie.

* * *

Phi|lo|so|phie ‚Ć©f. 19‚Ć™ Lehre vom Wissen, von den Urspr√ľngen u. vom Zusammenhang der Dinge in der Welt, vom Sein u. Denken [‚Üí Philosoph]

* * *

Phi|lo|so|phie , die; -, -n [lat. philosophia < griech. philosophiÕÉa, zu: sophiÕÉa = Weisheit]:
1. Streben nach Erkenntnis √ľber den Sinn des Lebens, das Wesen der Welt u. die Stellung des Menschen in der Welt; Lehre, Wissenschaft von der Erkenntnis des Sinns des Lebens, der Welt u. der Stellung des Menschen in der Welt:
die materialistische, idealistische P.;
P. lehren, studieren.
2. persönliche Art u. Weise, das Leben u. die Dinge zu betrachten:
seine P. lautet: leben und leben lassen;
ich habe meine eigene P.

* * *

Philosophie
 
[griechisch ¬ĽLiebe zur Weisheit¬ę] die, -/...'phi |en, nach der Auffassung von Sokrates und Platon das Streben nach Weisheit, nach der des Aristoteles und der Stoiker die Weisheit selbst. Ihren Inhalt bildet die Beantwortung der Grundfragen: Was ist Grund und Ursprung aller Dinge? (Vorsokratiker) - Was bin ich? (Sokrates) - Was kann ich wissen, was soll ich tun, was darf ich hoffen? (I. Kant). Die diesbez√ľglichen Antworten und √úberzeugungen schlagen sich in den mythischen Sagen, religi√∂sen √úberlieferungen, Dichtungen, ¬ĽWeist√ľmern¬ę und Gesetzgebungen, Verhaltensregeln und Sprichw√∂rtern der V√∂lker und Kulturen als herrschende Menschenbilder und als Welt-, Lebens- und Gottesweisheit nieder. In den Hochkulturen haben sich √ľberall eigene St√§nde oder Berufe herausgebildet, die sich arbeitsteilig mit deren Pflege und Tradierung, Vereinheitlichung und begrifflicher Ausarbeitung befassen. Im Abendland ist dies besonders im Zusammenhang des Ursprungs und Ausbaus der Organisation von Wissenschaft geschehen. Philosophie, am Anfang mit Wissenschaft identisch, ist auch im Rahmen des entwickelten Wissenschaftssystems der Ort geblieben, wo es um solche Letztfragen geht und deren Beantwortung auch mit Mitteln der Wissenschaft selbst gesucht wird.
 
 Gliederung des Fachgebietes Philosophie
 
Philosophie im Verband der Wissenschaften weist - ausgehend von den genannten Grundfragen - eine reiche Gliederung von Disziplinen auf, mittels derer sie auch die Verbindung mit dem Forschungsstand und den Ergebnissen der Einzelwissenschaften aufrechterhält.
 
1) Philosophiegeschichte: Schon in der Sp√§tantike hat sich eine beachtliche Philosophiegeschichtsschreibung entwickelt, von der aber nur das Werk des Diogenes Laertios (¬Ľ√úber Leben und Meinungen ber√ľhmter Philosophen¬ę, 3. Jahrhundert) erhalten blieb. Es wurde neben den in den √ľberlieferten Klassikerwerken selbst enthaltenen Bezugnahmen zum Ausgangspunkt der f√ľr die abendl√§ndische Philosophie typischen kontinuierlich vergegenw√§rtigenden Aneignung und Integration der Philosophiegeschichte in das systematische Philosophieren. So bestand die ¬Ľscholastische Methode¬ę der mittelalterlichen Philosophie in der systematischen Heranziehung der Argumente der Klassiker f√ľr die Entscheidung der philosophischen Probleme (Quaestiones). Seit der Renaissance bildete sich im Verband mit den historisch-philologischen Geisteswissenschaften die Philosophiegeschichte als eigenst√§ndige Disziplin heraus, zun√§chst und bis ins 18. Jahrhundert als antike, dann auch als mittelalterliche und neuere Philosophiegeschichte. Schwerpunkt und Interesse sind darin immer sowohl die historisch-philologische Tatsachenforschung (Textrekonstruktion und -edition sowie Interpretation der Klassiker) als auch die aktualisierende Anwendung des √úberlieferungsbestandes auf die Gegenwartsprobleme geblieben. Heute wird die antike Philosophie meist in enger Kooperation mit der klassischen Philologie bearbeitet, die mittelalterliche oft mit katholischer und protestantischer Theologiegeschichte. F√ľr die neuere und neueste Philosophie bahnt sich erst allm√§hlich eine vergleichbare Kooperation mit der allgemeinen Wissenschaftsgeschichte an. Spezialdisziplinen sind die Philosophiegeschichten der einzelnen Nationen und Kulturen, deren Bearbeitung teils die Dom√§ne der jeweiligen nationalen Gelehrten ist, teils in die Kompetenz der entsprechenden Philologien (Indologie, Sinologie, Japanologie, Arabistik, Hebraistik) f√§llt. Ihre Ergebnisse bilden die Grundlage der vergleichenden Philosophiegeschichte, die bisher v. a. in den USA, Indien und Japan gepflegt wird.
 
2) Systematische Philosophie: Die thematische Entfaltung der Philosophie hat √ľberhaupt erst zum Disziplinen- und Wissenschaftssystem gef√ľhrt. Leitend blieben in mannigfaltigen Verschr√§nkungen der Kanon der Artes liberales (¬ĽEnzyklop√§die¬ę) Platons und das aristotelische ¬ĽWissenschaftssystem¬ę der theoretischen Wissenschaften (¬Ľprima philosophia¬ę, das hei√üt Metaphysik, Mathematik, Physik), der praktischen Handlungswissenschaften (Ethik, √Ėkonomik, Politik) und der Schaffenswissenschaften (nur ¬ĽPoetik¬ę und ¬ĽRhetorik¬ę sind daraus erhalten, es ging aber vermutlich um die Theorie von Handwerk, Kunst und Technik).
 
Die Metaphysik ist die Disziplin der Letztbegr√ľndungen, auf die auch die Fragen nach Gott, Welt, Mensch, Erkennen und Praxis zur√ľckf√ľhren. Sie behandelt die m√∂glichen Typen von Philosophien, die sich im Ausgang von Letztannahmen (Arche, Prinzip) entwickeln lassen. Als metaphysische Theorien werden diese selbst im engeren Sinn Metaphysiken genannt. Zentrale Themen der ¬Ľmetaphysica specialis¬ę bilden die Fragen nach der Sterblichkeit der Seele, der Endlichkeit des Kosmos und der Existenz eines h√∂chsten Wesens. Neuere Bezeichnungen der Metaphysik sind: Weltanschauungslehre, Ideologienlehre und -kritik, Metaphilosophie, Philosophie der Philosophie. Gegen√ľber der in j√ľngerer Zeit erneut vielfach propagierten ¬Ľ√úberwindung der Metaphysik¬ę wird eingewendet, sie stehe selbst auf undurchschauten oder verschwiegenen metaphysischen Grundlagen, n√§mlich auf Totalisierungen einzelwissenschaftlicher Kategorien (Physikalismus, Psychologismus, Linguistizismus u. a.).
 
Die philosophischen Grunddisziplinen thematisieren unter Voraussetzung metaphysischer Annahmen die philosophischen Grundfragen (z. B.: Was ist Wirklichkeit?).
 
Die Ontologie (auch ¬Ľmetaphysica generalis¬ę genannt) stellt in diesem Rahmen Theorien √ľber das Sein und die Einteilung des Seins in Wirklichkeitsbereiche auf. Die klassischen Theorien sind Grundlage der Gegenstandsbestimmung der Einzelwissenschaften geworden. In der aktuellen Diskussion konkurrieren v. a. transzendentalphilosophische, ph√§nomenologische und konstruktivistische Ans√§tze.
 
Die philosophische Anthropologie untersucht das Wesen des Menschen. Ihre Theorien, die in der Regel die klassischen philosophischen ¬ĽMenschenbilder¬ę aktualisieren, sind zugleich auch heuristische Leitbilder f√ľr die einzelwissenschaftliche Humanforschung.
 
Die Erkenntnistheorie (oder Gnoseologie) behandelt Wesen, Formen, Reichweite und Grenzen der Erkenntnis, wobei sie auch als Prop√§deutik der Metaphysik fungieren kann. Neuere Theorien beachten verst√§rkt die speziell logischen (Begriffs-, Aussagen-, Theorienstruktur) und die sprachlichen, symbolisch-technischen (Modelle, Formalismen, Computersimulation) Erkenntnismittel. Die speziellen Erkenntnisformen der Einzelwissenschaften (historische, sozialwissenschaftliche, physikalische, mathematische Erkenntnisse) werden heute meist als Gegenstand der Wissenschaftstheorie behandelt. Die erkenntnistheoretischen Grundprobleme ber√ľhren unmittelbar alle einzelwissenschaftliche Forschung (Wahrheitsproblem).
 
Die praktische Philosophie leitet sich von √§ltesten Handlungsmaximen der ¬Ľsieben Weisen¬ę und der gro√üen Gesetzgeber, dann besonders von Aristoteles' Lehre von den ethischen, √∂konomischen und politischen Handlungen und Schaffensprozessen (¬ĽPoiesis¬ę) her. I. Kants ¬ĽKritik der praktischen Vernunft¬ę handelt von der M√∂glichkeit moralischen Tuns. Die handlungstheoretischen Theorien liefern die philosophischen Grundlagen der einzelnen Handlungsdisziplinen und Handlungswissenschaften.
 
Die Bereichsdisziplinen sind die Verbindungsglieder zwischen Grunddisziplinen und Einzelwissenschaften. In engem Kontakt mit deren Forschungslage bewerten sie einerseits die philosophische Relevanz ihrer Ergebnisse, andererseits klären sie die philosophischen, das heißt insbesondere die kategorialen und methodologischen Grundlagen derselben. Man kann sie einteilen in: Naturphilosophie der toten und lebendigen Natur, Kulturphilosophie der einzelnen Kultursektoren (Geschichte, Sprache, Erziehung, Recht, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Kunst und Religion) und Philosophie der Sinngebilde (Logik, Philosophie der Mathematik, Hermeneutik, Dialektik, Rhetorik, Ethik). Die Übergänge zwischen der Philosophie und den Einzelwissenschaften sind hierbei meistens fließend.
 
Neben den disziplin√§r-wissenschaftlichen gibt es noch viele andere Gestalten und Formen der Philosophie. Ob etwa die Dichtung oder allgemeiner die Kunst oder die Religion philosophisches Wissen enthalte, das aller disziplin√§ren Philosophien voraus sei, wird seit Platon kontrovers diskutiert. G. W. F. Hegel etwa meinte, dass Philosophie immer erst dann entstehe, wenn eine weltliche Erscheinung zugunsten einer neuen ihre Bedeutung verloren habe. In diesem Sinne betonte M. Heidegger die durch rationale Philosophie nicht einzuholende ¬ĽWahrheit der Dichtung¬ę. Ein weiterer Gebrauch des Begriffs Philosophie entstammt der neuzeitlichen Neigung, allgemeinere ¬Ľtheoretische¬ę √úberlegungen zu irgendeinem Erfahrungsbereich wie auch pers√∂nliche Grundeinsichten als ¬ĽPhilosophie¬ę oder ¬ĽPhilosophie von. ..¬ę zu bezeichnen. So hat etwa Johann Georg Walch (* 1693, ‚úĚ 1775) in seinem ¬ĽPhilosophisches Lexicon¬ę (1726) Ackerbau, Bierbrauerei, Butter- und Kaffeeherstellung in philosophischen Artikeln behandelt.
 
 Philosophische Strömungen und Schulen
 
Die metaphysischen Grundorientierungen sind in allen Hochkulturen von namentlich bekannten Denkern entworfen und von ihren Anh√§ngern in Schulen und Meinungsstr√∂mungen zu mehr oder weniger konsistenten ¬ĽSystemen¬ę fortentwickelt worden (Philosoph). In Indien sind es die sechs ¬Ľorthodoxen¬ę Systeme, die bis heute interpretatorisch fortgebildet werden (die Systeme des Nyaya, des Vaisheshika, des Samkhya, des Yoga, der Mimamsa und des Vedanta). In China haben Konfuzius und Laozi alles Denken nachhaltig gepr√§gt. Ihre gedanklichen Motive wurden durch mehr als 200 Schulen (Xue-pai) in vielen Verschr√§nkungen ausgearbeitet, zum Teil auch mit ausw√§rtigem Gedankenimport (aus dem indischen Buddhismus, der dem Denken Laozis nahe stand; aus dem westlichen Denken, besonders dem Marxismus, der der ¬Ľpraktischen¬ę Ausrichtung des Konfuzianismus entsprach) verschmolzen. Im Abendland haben die Gr√ľnder ihrer Lehre durch besondere Lehrinstitutionen Dauer verliehen, die zum Teil Jahrhunderte bestanden und sich auch im Geistesgut der V√∂lker niedergeschlagen haben: Platons Akademie, das Lykeion des Aristoteles, die Stoa Zenons von Kition und Chrysippos', der ¬ĽGarten¬ę Epikurs. Sie pr√§gen noch jetzt die theoretischen Grundlagen der gro√üen Berufsst√§nde: Platonismus, Neuplatonismus und der Thomismus des Mittelalters das Denken der Theologen, die Stoa (¬ĽNaturrecht¬ę) das der Juristen, der Epikureismus das der √Ąrzte, der Aristotelismus √ľberhaupt das Grundverst√§ndnis von Wissenschaft bei den Gelehrten. Im Mittelalter sind v. a. die kirchlichen Orden und die Kathedral- und Klosterschulen sowie - wie bis heute - die Universit√§ten Institutionen der philosophischen Schulen und Str√∂mungen gewesen. In der Neuzeit traten vielerlei neue Institutionen an ihre Seite, v. a. die Akademien und gelehrten Gesellschaften. Die Gr√ľnderv√§ter der neuzeitlichen Philosophie (M. Ficino, F. Bacon, R. Descartes, G. W. Leibniz) f√ľgen sich bei allem ¬Ľrevolution√§ren¬ę Selbstverst√§ndnis als radikale Neuerer durchaus in die Traditionslinien der antiken Klassikerphilosophien ein, die sie zu neuen ¬ĽSystemen¬ę fortentwickelten.
 
Neuzeitliches Philosophieren kn√ľpfte zun√§chst an diese neueren Klassiker an und entfaltete deren Lehren in den nach ihnen benannten Schulen. Bis in die Gegenwart wirksam sind v. a. die in Deutschland entwickelte leibniz-wolffsche Schule, der Kantianismus und Neukantianismus, die Schellingschule (romantische Naturphilosophie), der Rechts- und Linkshegelianismus (Marxismus), der Schopenhauerianismus. Allein die Neuscholastik (Thomismus) kn√ľpft bewusst an die antike (neuplatonische und aristotelische) und mittelalterliche Tradition an. Einige sp√§tere Philosophen sind durch ihre Anh√§nger durch entsprechende Benennungen als Schulgr√ľnder herausgehoben worden (Nietzscheanismus, Husserlianismus, Heideggerianismus). Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es jedoch √ľblich, die Schulen eher nach ihren metaphysischen Prinzipien oder ihren methodologischen Grundeinstellungen, die sie meist in enger disziplin√§rer Verbindung mit bestimmten Einzelwissenschaften entwickeln, sowie nach den Standorten, wo sie vertreten werden, zu bezeichnen. Dies pr√§gt sich in den vielf√§ltigen Allianzen, Konvergenzen, ja Synkretismen aus, die sich in der Gegenwartsphilosophie zwischen den √§lteren Klassikerschulen auch √ľber die nationalen Grenzen hinaus zu verwandten Str√∂mungen des Auslandes herausgebildet haben. Diese Schulen traten und treten daher durchweg als internationale philosophische Str√∂mungen mit eigenen internationalen Kongressen, Studienzentren und Filialen in Erscheinung: dialektischer und historischer Materialismus, Energetismus des ¬ĽMonistenbundes¬ę von W. Ostwald und E. Haeckel, logischer Positivismus beziehungsweise analytische Philosophie, ausgehend vom Wiener und Berliner Kreis, Lebensphilosophie, Ph√§nomenologie, Existenz- und Existenzialphilosophie, Pragmatismus beziehungsweise Konstruktivismus, Strukturalismus und Hermeneutik. Hierbei ergibt sich auch viel Spielraum f√ľr Renaissancen und Renovierungen √§lterer Schulen unter den Epitheta von ¬ĽNeo-¬ę, ¬ĽMeta-¬ę, ¬ĽTrans-¬ę und ¬ĽPost-¬ęIsmen. Alle diese Schulen und Str√∂mungen stehen untereinander in fruchtbarer und kritischer Diskussion und gelten allgemein als die offiziellen Repr√§sentanten des westlichen Denkens. Der Dialog mit entsprechenden Schulen und Str√∂mungen des Nahen und Fernen Ostens und der Dritten Welt kommt erst z√∂gernd in Gang. Wissenschafts- und philosophiekritische Bedeutung hat die feministische Philosophie, die sich mit der Leistung von Frauen in der Wissenschafts- und Philosophiegeschichte besch√§ftigt und sich kritisch mit den weitgehend von M√§nnern gepr√§gten Denktraditionen und -mustern auseinander setzt. Neben der Wissenschaftstradition stellen sich eine gro√üe Vielfalt von Geistes- und Ideenstr√∂mungen in Gestalt religi√∂ser, v. a. ¬Ľfundamentalistische¬ę Heils- und Erweckungsbewegungen, therapeutische, pseudo- und parawissenschaftliche Lehren als neue Philosophie dar (Anthroposophie, Psychoanalyse, ¬ĽNew Age¬ę beziehungsweise ¬Ľneues Denken¬ę, Okkultismus u. a.). Sie artikulieren ein weit verbreitetes Unbehagen an der westlichen wissenschaftlich-technischen Zivilisation, gegen deren materialistische und rationalistische Ausrichtung sie aus alteurop√§ischen, indischen oder fern√∂stlichen √úberlieferungsquellen gespeiste Geist- und All-Einheitslehren und darauf begr√ľndete Lebensformen propagieren. - Unter den philosophischen Einzeldisziplinen kommt heute der politischen Philosophie sowie der angewandten Ethik (v. a. Bioethik einschlie√ülich medizinischer Ethik und √∂kologischer Ethik; Wirtschaftsethik) besondere Bedeutung und √∂ffentliches Interesse zu.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
analytische Philosophie ¬∑ Anthropologie ¬∑ Artes liberales ¬∑ √Ąsthetik ¬∑ christliche Philosophie ¬∑ Dialektik ¬∑ Empirismus ¬∑ Erkenntnistheorie ¬∑ Ethik ¬∑ Existenzphilosophie ¬∑ feministische Philosophie ¬∑ Freiheit ¬∑ Geist ¬∑ Geschichtsphilosophie ¬∑ Hermeneutik ¬∑ Idealismus ¬∑ Konfuzianismus ¬∑ Kosmologie ¬∑ Kultur ¬∑ Kulturphilosophie ¬∑ Leben ¬∑ Lebensphilosophie ¬∑ Leib-Seele-Problem ¬∑ Logik ¬∑ Materialismus ¬∑ Materie ¬∑ Metaphysik ¬∑ Monismus ¬∑ Natur ¬∑ Naturalismus ¬∑ Naturphilosophie ¬∑ Nihilismus ¬∑ Ontologie ¬∑ Pantheismus ¬∑ Person ¬∑ Ph√§nomenologie ¬∑ Pluralismus ¬∑ politische Philosophie ¬∑ Positivismus ¬∑ Pragmatismus ¬∑ praktische Philosophie ¬∑ Rationalismus ¬∑ Realismus ¬∑ Rechtsphilosophie ¬∑ Religionsphilosophie ¬∑ Rhetorik ¬∑ Seele ¬∑ Sein ¬∑ Sensualismus ¬∑ Sprachphilosophie ¬∑ Staatsphilosophie ¬∑ Subjekt-Objekt-Problem ¬∑ Taoismus ¬∑ Utilitarismus ¬∑ Wissenschaftstheorie. - Siehe auch die Artikel zur Philosophie der einzelnen L√§nder und Kulturkreise.
 
 
Bibliographien:
 
Bibliographie de la philosophie. Bull. trimestriel (Paris 1937 ff., N. F. 1954 ff.);
 
Philosoph. Literaturanzeiger (1949 ff.);
 G. Varet: Manuel de bibliographie philosophique, 2 Bde. (Paris 1956);
 W. Totok: Hb. der Gesch. der P., 6 Bde. (1-2(1964-97);
 
The Philosopher's index. An international index to philosophical periodicals (Bowling Green, Oh., 1967 ff.);
 W. Hogrebe u. a.: Periodica philosophica. Internat. Bibliogr. philosoph. Ztschr. (1972);
¬†L. Geldsetzer: Allg. B√ľcher- u. Institutionenkunde f√ľr das P.-Studium (1971);
¬†L. Geldsetzer: Bibliography of the international congresses of philosophy (M√ľnchen 1981).
 
Einf√ľhrungen:
 
H. Rombach: Die Gegenwart der P. (31988);
 
K. Jaspers: Einf. in die P. (301992);
 
K. Jaspers: Was ist P.? (Neuausg. 1996);
 
W. D. Rehfus: Einf. in das Studium der P. (21992);
 
W. Strombach: Einf. in die systemat. P. (1992);
 
Walter Schulz: P. in der veränderten Welt (61993);
 
A. Anzenbacher: Einf. in die P. (61997);
 
B. Russell: P. des Abendlandes (a. d. Engl., Neuausg. Wien 71997).
 
Handb√ľcher u. Lexika:
 
Hb. der P., hg. v. A. Baeumler u. a., 5 Tle. (1926-34);
 
R. Eisler: Wb. der philosoph. Begriffe, 3 Bde. (41927-30);
 
The encyclopedia of philosophy, hg. v. P. Edwards, 8 Bde. (New York 1967, Nachdr. ebd. 1972);
 
Histor. Wb. der P., hg. v. J. Ritter u. a., auf zahlr. Bde. ber. (Basel 1971 ff.);
 
Enzykl. P. u. Wissenschaftstheorie, hg. v. J. Mittelstrass, 4 Bde. (1980-96);
 
Enciclopedia filosofia, 8 Bde. (Neuausg. Rom 1982);
 
Lex. der philosoph. Werke, hg. v. F. Volpi u. J. Nida-R√ľmelin (1988);
 
A. Lalande: Vocabulaire technique et critique de la philosophie, 2 Bde. (Neuausg. Paris 21993);
 
J. Ferrater Mora: Diccionario de filosofía, 4 Bde. (Neuausg. Madrid 1994);
 
The Oxford companion to philosophy, hg. v. T. Honderich (Oxford 1995);
 
Philosophinnen-Lex., hg. v. Ursula I. Meyer u. H. Bennent-Vahle (1997);
 
W. Röd: Der Weg der P., 2 Bde. (Neuausg. 1998-2000);
 
Wb. der philosoph. Begriffe, hg. v. A. Regenbogen u. Uwe Meyer (Neuausg. 1998);
 
Enzykl. P., hg. v. H. J. Sandk√ľhler, 2 Bde. (1999);
 
Großes Werk-Lex. der P., hg. v. F. Volpi, 2 Bde. (1999);
 
Die P. im lat. MA. Ein Hb. mit einem bio-bibliograph. Repertorium, hg. v. P. Schulthess u. R. Imbach (22000);
 
P.-Lex., hg. v. A. H√ľgli u. P. L√ľbcke (13.-15. Tsd. 32000).
 
Philosophiegeschichte:
 
Grundr. der Gesch. der P., begr. v. F. Ueberweg (13-141951-58; völlige Neubearbeitung Basel 1983 ff.);
 
Grundprobleme der großen Philosophen, hg. v. J. Speck, 13 Bde. (1-51983-2000);
 
Gesch. der P., hg. v. W. Röd, auf 12 Bde. ber. (1-21984 ff.;
 
F. C. Copleston: A history of philosophy, 9 Bde. (Neuausg. Garden City, N. Y., 1985);
 
W. Stegm√ľller: Hauptstr√∂mungen der Gegenwarts-P., 4 Bde. (1-81987-89);
 
Gesch. der P., hg. v. H. Schnädelbach, 3 Bde. (Neuausg. 1990);
 
F. M. Wimmer: Interkulturelle P., auf mehrere Bde. ber. (Wien 1990 ff.);
 
J. Hirschberger: Gesch. der P., 2 Bde. (Neuausg. 1991);
 
Models of the history of philosophy, hg. v. C. W. T. Blackwell, auf mehrere Bde. ber. (a. d. Ital., Dordrecht 1993 ff.);
 
W. Windelband: Lb. der Gesch. der P. (181993);
 
H. J. Störig: Kleine Weltgesch. der P. (171999);
 
K. Wuchterl: Einf. in die P.-Gesch. (Neuausg. 2000).
 
Zeitschriften:
 
Mind (London 1876 ff.);
 
Archiv f√ľr Gesch. der P. (1888 ff.);
 
Revue de métaphysique et de morale (Paris 1893 ff.);
 
Kant-Studien, Bd. 1-44 (1896-1944, N. F. 1953 ff.);
 
The journal of philosophy, psychology and scientific methods (New York 1904 ff.);
 
Rivista di filosofia neo-scolastica (Mailand 1909 ff.);
 
Archiv f√ľr Rechts- u. Sozial-P. (1917 ff., N. F. 1949 ff.);
 
Theoria (Lund 1935 ff.);
 
Revue internationale de philosophie (Br√ľssel 1938 ff.);
 
Tijdschrift voor filosofie (Löwen 1939 ff.);
 
Revista de filosofía (Madrid 1942 ff.);
 
Ztschr. f√ľr philosoph. Forsch. (1946 ff.);
 
Philosophia naturalis (1950 ff.);
 
Dt. Ztschr. f√ľr P. (Berlin-Ost 1953 ff.);
 
Philosoph. Rundschau (1953 ff.);
 
Ztschr. f√ľr allg. Wissenschaftstheorie (1970 ff.);
 
Internat. Ztschr. f√ľr P. (1992 ff.).
 
Hier finden Sie in √úberblicksartikeln weiterf√ľhrende Informationen:
 
Philosophie im Dienst der Wissenschaften
 
Philosophie: Vom Mythos zum Logos - Anfänge westlichen Denkens
 
postmoderne Philosophien der Differenz: Radikale Fortschrittskritik
 
Schelling und die Philosophie der Romantik
 

* * *

Phi|lo|so|phie, die; -, -n [lat. philosophia < griech. philosoph√≠a, zu: soph√≠a = Weisheit]: 1. Streben nach Erkenntnis √ľber den Sinn des Lebens, das Wesen der Welt u. die Stellung des Menschen in der Welt; Lehre, Wissenschaft von der Erkenntnis des Sinns des Lebens, der Welt u. der Stellung des Menschen in der Welt: die materialistische, idealistische P.; die P. Kants, Hegels; die P. wird von vielen f√ľr die K√∂nigin der Wissenschaften gehalten; P. lehren, studieren. 2. pers√∂nliche Art u. Weise, das Leben u. die Dinge zu betrachten: seine P. lautet: leben und leben lassen; P. (Grundgedanke) der Bundespost aber sei, vielf√§ltige Netzstrukturen, solange sie √∂konomisch sinnvoll seien, zu erhalten (Volksblatt 16. 6. 84, 4); ich habe mir meine eigene P. zurechtgezimmert; die 1954 von Dulles zur Welt gebrachte P. (Anschauung, Ansicht) der ‚Äěmassiven Vergeltung‚Äú (Augstein, Spiegelungen 112).

Universal-Lexikon. 2012.


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.